Nicht Kristiansand sondern Kristiansund ist Ziel von heute. Eine Stadt auf mehreren Inseln mit einem Sund und Hafen als Stadtzentrum. Eine perfekte Wasserstadt.
Es ist trocken und die Sonne scheint. Zu mindestens ab und zu. Es geht mit Rauschefahrt durch das Innere Fahrwasser zum Bjornsund. In den Bergen an Land hängen noch die Wolken.

Erst einmal mit halben Wind und vier Windstärken: das mag Fräulein Smilla und wir sind durchgehend mit sieben Knoten unterwegs.
Am Bjoensund fahren wir raus zur Hustadvika. Neben Stadlandet eine der offenen Stellen, um nach Norden zu kommen. Ihr habt vielleicht noch das Kreuzfahrtschiff vor Augen, dass hier fast gestrandet wäre, nach Motorschaden. Es gibt viel Welle und Wind natürlich wieder genau von hinten. Wie heißt es kreuzen. Es schaukelt und schaukelt und am Ende tropft es auch von oben.
Kurz vor Kristiansund sehe ich, dass die Genua eine Umdrehung eingerollt ist. Sie ist kaum noch zu bewegen, und ich rolle sie auf dem Vordeck mit Mühe von Hand ein. Gut, dass der Wind etwas nachgelassen hat sonst sehe ich jetzt alt aus.
Nur mit dem Groß geht es in den Sund, um festzustellen, dass die Brücke in die Stadt gesperrt ist: viele gelbe Tonnen, und die Seekarte sagt: no Entry.
Im Hafen, der Regen hat sich Gott sei Dank verzogen, bei ich die Furlex auseinander. Ich hatte schon Angst zum Rieger nach Trondheim fahren zu müssen. Kurz vor dem Wochenende hätte das unsere Reise doch arg verzögert und vielleicht ein Loch in die Bordkasse gerissen.

Es hat sich gezeigt, dass nur das Profil nach unten In die Trommel gerutscht ist Und unten auf dem Toggle sich bei jeder Umdrehung verklemmt hat.
Ralf und Sabine von Obenauf 3.0 haben haben mir ihre Hände geliehen und wir konnten das schnell reparieren.
Wolle von Spezialbootsbau Hat aus der Ferne Tipps gegeben und beruhigt. Riesen Dank.
Hat aus der Ferne Tipps gegeben und beruhigt. Riesen Dank.
Und dann durfte ich sogar auf Obenauf 3.0 noch lecker Nudeln essen. Tot bin ich ins Bett gefallen aber dann doch nicht gut geschlafen.

Weiter dann die Trondheimlaia Und dieses Mal hab ich nicht auf Magerøya gestoppt, sondern Noch ein paar Meilen, weiter in die Marina von Kongensvoll gesgelt. Wieder mit fünf Beaufort direkt von Achtern gekreuzt, mittags in der Regenschauer, dann auch mal Windstärke 7. Wirklich kalt und nass war ich froh vor dem Heizlüfter zu hängen.
Der Hafen liegt traumhaft, ist aber eher Arbeitshafen einer Marina und Winterlager. Brekstad liegt gegenüber…. Da hat mein Zahnarzt und seine Familie lange gewohnt.
Es soll nun wärmer werden, aber auch der Wind aus verschiedensten Richtungen kommen.
