Kategorie: Westliche Ostsee

  • Wilhelmshaven nach Holtenau 3031sm

    Wilhelmshaven nach Holtenau 3031sm

    Die letzten Tage ab Ærøskøbing waren ruhig und entspannt. Habe gelesen, war spazieren und hier und da joggen, Das tat gut.

    Ich tippe diese Zeilen im Zug nach Hause und lasse meine Reise noch einmal Revue passieren. Zum einen war das Wetter in West- und Nordnorwegen in diesem Jahr alles andere als optimal – um ehrlich zu sein, eine echte Katastrophe. Zum anderen ist es mir bisher schwergefallen, innere Ruhe zu finden und gedanklich die Distanz bis zum Ziel auszublenden. Hier muss ich in Zukunft wohl noch mehr Raum für Entspannung und Gelassenheit zulassen.

    Es waren nun 3031 Seemeilen und 648 Stunden auf dem Wasser. Das ist schon eine Menge. Das Boot hat gut durchgehalten: Die Genua wurde nachgenäht, einmal die Rollanlage repariert, Wasser drang durch einenLüfter ins Boot, und es gab neue Wasserpumpen für die Seewasserkühlung am Volvo sowie für das Frischwasser an Bord. Das war doch alles ganz übersichtlich. Ich habe von netten Schweden gelernt: Es ist nicht die Frage, wann etwas kaputtgeht, sondern nur was. Wir haben viele Seglerinnen und Segler aus Deutschland, Schweden, Frankreich und den Niederlanden kennengelernt – kaum jedoch Norwegerinnen und Norweger. Zudem haben wir Carola und Sönke mal wieder getroffen. Das war alles sehr schön. Die Natur war zudem wieder einmal klasse, auch wenn sie nicht immer nur freundlich gesinnt war. Nochmal? Ja klar!

    Lotseninsel Schleimünde

    Nach zwei Tagen Sturm aus Südwest in Maasholm – immer wieder ein knuffiges Örtchen – mit einem Tag Sonne und einem Tag voller Schauer dreht der Wind auf Nordwest. Da ich ja auch kleine Segel an Bord habe, ging es raumschot mit 6 Beaufort nach Holtenau.

    Hier beende ich dann in Deutschland meine Reise, obwohl ich das Boot in Düsterbrok liegen lasse und auch noch mit meinem Freund Jens einen Abstecher nach Möltenort zum Waffellessen mache – ein Besuch, über den ich mich sehr gefreut habe

    Diese Reise ist nun zu Ende – Aber es stehen hoffentlich viele weitere Segelreisen auf dem Programm. Diesen Herbst geht es nicht nach Hooksiel, weil die Schleuse zumindest im Herbst wieder gesperrt wird. Daher haben wir nun einen Liegeplatz in Laboe. Ostsee im Herbst und Winter. Ich berichte.

    Danke fürs Mitlesen und -reisen und ich freue mich, wenn ihr lesend weiter mit uns unsere Reisen kommt.