Boah…..

Berichtete ich schon, dass das Wetter an unseren Nerven zerrt? Das hat sich bis gestern Nachmittag auch noch nicht geändert.

Regen, Südwind und Kälte bestimmen die Stimmung an Bord. Vielleicht wird das jetzt besser, wenn das Wetter in Deutschland kälter wird? Mal sehen.

Wir haben dann auf Sandsøya gewartet, um etwas westlichen Wind zu bekommen und mit 2m Welle Stattlandet zu umrunden. Ein schroffes Gebirgsmassiv, das 15sm lang und 5sm breit in die Norwegische See ragt. Es gibt starken Strom und Wellen, die an Land reflektieren und blöde Kreuzseen erzeugen.

So haben wir zu Beginn etwas den Motor mitlaufen lassen und nach der letzten Ecke in rauschender Fahrt wieder mal auf der kleinen Insel Silda zu landen. Hier heißen auch viele Bewohner Silden ;-).

Silda ist eine ehemalige Heringsanlandeinsel und von „Sild“ kommt auch der Name Silda.

Hier und da ist dann sogar mal die Sonne raus gekommen. Dafür kein Wind und wir sind 25sm nach Kalvåg motort. Fjörd-“segeln“ halt. Segeln ist meist auch ein Ding für Boote mit einer Flagge, die nicht Rot-Weißblau gekreuzt ist. Meist wird von NorwegerInnen motort. Unter der Kuchenbude. Egal woher der Wind kommt.

Hornelen ist eine Berg der 890m zum Fjord in einer Klippe abfällt. Hier konnten wir Menschen sich die beiden Klettersteige in dieser Klippe entlanghangeln sehen. Da wird mir beim Zuschauen vom Boot aus schon schwummerig.

Es ist eigentlich egal(!) wo wir halten, wir können immer kleinere oder größere Touren machen. So auch in Kalvåg. Claudia hat eine nette Rundtour zusammen gestellt. Erst am Meer lang und dann über einen Bergrücken und ein Tal zurück zum Hafen. Hier habe wir dann auch die Schlingnatter (in Norwegen auf der roten Liste) und die Schafe getroffen.

Nun hat sich West und Nord angesagt. Wir segeln an Florø vorbei nach Süden. Kurzer Stop unterwegs zum übernachten und sm geknüppelt. Erst in Niesel und nun auch mal in der Sonne, südlich der Touristenstadt Bergen. Die lassen wir links liegen. Können sich dieses Jahr AIDA, COSTA, Mein Schiff 1-7, etc. drum kümmern.

Noch was zu norwegischen Marotten. Neben des weltkleinsten Cafe in Skudeneshavn ist in Kalvåg auch die beste Garage der Welt.

„Verdens beste“ liest man oft. NorwegerInnen haben gefühlt auch ein solides Selbstbewusstsein entwickelt. Sie scheinen recht konsumorientiert, viele Erfolge im Sport, viele tolle Hütten die kaum benutzt werden und auch sonst…… natürlich haben wir viele nette NorwegerInnen kennen gelernt. Aber schon mehr Kontakt mit Segelnden aus Argentinien, Gabun, Frankreich, Niederlanden, Polen, Deutschland und Schottland.

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