Südnorwegen

Es ist schön wenn es wieder warm ist. Und auch wenn auf Kvitsøy der eine oder andere Schauer über uns hinweg gerauscht ist, fühlt es sich nach Sommer an.

Wir haben auf Kvitsøy mit Svelas (Pfannkuchen mit Marmelade, Zimtbutter und Braunem Käse) auf den etwas leichteren Nordwest gewartet, der uns bis Egersund geblasen hat. Die Südwestecke von Norwegen ist eigentlich gar nicht richtig Norwegen, sondern sieht eher aus wie Dänemark. Flach mit langen Sandstränden. Egersund hat dann wieder steile Klippen. Und für uns das schöne: viel viel Sonne. Zwar dann auch weniger Wind aber wir können Hidra und den Flekkefjord erkunden.

Rasvag auf Hidra. Unten sieht man unser Fräulein Smilla

Bei unserer Wanderung über Hidra sammeln wir dann auch alle Zecken ein, die sich uns in den Weg stellen.

In Norwegen gibt es vom Outoor Council (frei übersetzt) ganz viele sog. Freizeitgebiete. Da kann man kostenlos ein paar Tage liegen und es gibt rudimentäre Infrastruktur (meist Müll und Trockentoilette). Davon gibt es gefühlt hunderte. Besonders praktisch im Süden, wo es keine Tide mehr gibt und man am Felsen oder Steg einfacher festmachen kann. Im Flekkefjord ist der Anleger gesponsort von der regionalen Bank sogar mit Strom, Grillunterstand und richtiger Toilette. Alles für umsonst.

Hier werfen wir dann den Grill an und genießen unseren Tagesfang. Die Klippen lassen aber auch schnell die Schatten wachsen. Und es ist mal wieder Sturmwarnung. Dieses mal Ost mit Regen. Wir nutzen den letzten schönen Tag für einen „kurze“ Reise nach Farsund.

Aufkreuzen nach Farsund.

Hier ist die Küste mal wieder etwas tückisch. Steil abfallender Meeresboden und Strömung erzeugen eine mehr als blöde sehr kurze Welle. Es kracht und scheppert an Bord. Gut das Wolle unsere neuen Wanten und Stagen so prima zusammen gebaut hat. 34sm war es dann doch statt 22 auf direktem Wege. Und die Crew war so was von froh im Hafen zu sein.

In Farsund ist dann das Wetter plötzlich auf Herbst gewechselt. Es regnet, stürmt und wir haben eine dicke Schicht Laub auf dem Boot.

Und das Boot der Kystverket hubt minutenlang. Der sehr geliebte König Harald hat heute seine Letzte Reise angetreten. Er hat die NorwegerInnen in den letzten Jahren wohl Einheit und Orientierung gegeben. Auch wenn es nicht alles rund lief. Nur wurde automatisch Haakon König. Die Kirchen im Lande sollen heute 1 Stunde geläutet haben. Hier war es aber ruhig.

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