Kategorie: Norwegen

  • Endlich Sommer

    Endlich Sommer

    Jetzt ist es schon fast dunkel. Es ist kurz vor 22 Uhr und wir sitzen unter unserer Kuchenbude im Hafen auf der gut bewohnten Schäreninsel Kvitsøy bei Stavanger.

    Es brauchte nur ein paar sonnige Tage und etwas Wärme und die Stimmung ist umgeschlagen. Sogar die tropfende Seewasserpumpe am Motor ist fast vergessen, weil in Deutschland das Ersatzteil bestellt und bereits unterwegs mit UPS ist.
    In Kolbergshamn sind wir direkt aufs Rad gestiegen und im Supermarkt alles für einen Grillabend gekauft.
    Danke an die Crew der Elisa für den Tipp zu diesen schönen Hafen direkt am Weg zwischen Bergen und Haugesund.

    Auf Claudias todo-Liste steht noch: 1000m Berg besteigen. Das machen wir in Husnes. Der Hafen liegt direkt an einer riesigen Aluminiumfabrik. Aber durch ein paar Büsche und einen Golfplatz optisch etwas versteckt. Husnes liegt am Hardanger Fjord und hier gibt es ein fettes Gebirgsmassiv. Steile bewaldete Flanken und ein Meer aus Steinen und Seen zwischen 800 und 1200 Meter Höhe.

    Wir steigen auf den Mjelkhauk (1009m 😇) und gehen noch zu einem 15*15*15m eindrucksvollen Felswürfel. Der einfach so auf dem Berg liegt.

    Zurück machen wir noch einen Umweg zum Svartvatten Gebirgssee. Mit Hütte „offen immer für alle“. Mit Feuerholz, Gasherd und Matratzen und Megablick über den Hardanger.

    Hätten wir das gewusst, hätten wir die Nacht hier verbracht. So sind es am Ende 16km und gut 8h unterwegs. Auf dem Rückweg durch den Ort kaufen wir schnell noch Hühnchen und machen uns Tortillias und dazu ein Isbjørn Bier von Mack aus Tromsø.

    Wir wollen weiter. Mit 5-6kn Wind und etwas Unterstützung durch Strom segelten wir gestern aus dem Fjord um dann heute mit 20-26kn (das ist Windstärke 6) an Haugesund vorbei durch den Karmsund zu fliegen. Um 15 Uhr sind wir dann auf Kvitsøy, um mit der Crew von Ikigai aus De Steeg den Nachmittag lang eine Kaffee Fika zu machen.

    Morgen soll es windig bleiben und auch sonnig werden. Dann erkunden wir die Insel. Etwas wärmer und ohne Dauerregen. Toll. Heute in einer kurzen Videokonferenz sagte der Kollege: „oh, mal blauer Himmel bei euch. Das ist neu.“ Nicht ganz neu, aber gerne genommen. Immer wieder gerne.

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